Mein Rom besteht aus den vielen Geschichten, die man in jeder Gasse entdecken kann. Von Päpsten und ihren Mätressen, von bigotten Mönchen, von Künstlern und Baumeistern, von Adeligen und Leuten aus dem Volk. Fast 3000 Jahre haben in Rom überall ihre Spuren hinterlassen. Das ist es was die Geschichte in Rom so lebendig werden lässt. Hier finden Sie aktuelle Artikel zu Rom und seiner Umgebung


Fiunicino kennt fast jeder Tourist – dem Namen nach. Denn die meisten Besucher Roms landen auf dem Flughafen im Gemeindegebiet. Doch den Ort Fiunicino besucht fast niemand. Dabei ist Fiumicino gleichzeitig eine der jüngsten und doch geschichtsträchtigsten Städte Latiums. Vor weniger als 200 Jahren gegründet, nachdem die Gegend Jahrhunderte lang verlassen war, war doch hier vor zwei Jahrtausenden eine der wichtigsten Hafenstädte Italiens.


Heute bekam ich von Facebook die Mitteilung, dass ich mit diesem Foto nicht für meine Homepage werben darf. Wegen Darstellung von Nacktheit und sexuellem Inhalt. Es ist nicht zu fassen. Seit gut viereinhalb Jahrhunderten steht dieser Brunnen unbeanstandet mitten in Rom und zwar auf dem beliebtesten Platz, der Piazza Navona. Und nun irritiert dieses Foto irgendeinen prüden Studenten, der für Facebook Bilder bewertet.


Lavinium, die Mutterstadt Roms - Besuch im Museum in Pratica di Mare 

Etwa 30 km südlich von Rom findet man das winzige Dorf Pratica di Mare, das allerdings anders als der Name suggeriert etwa drei Kilometer hinter der Küste liegt. Es hat noch eine Stadtmauer, ein kleines Kastell (bewohnt, daher nicht zu besichtigen) und weniger als 20 Einwohner. Pratica, den kleinste Stadtteil von Pomezia, kennen die Römer vor allem wegen des nahen Militärflugplatz auf dem Flugshows stattfinden oder im Ausland befreite Geiseln ankommen. Weniger bekannt ist die lange Geschichte. Pratica ist viel älter als Rom. Sehr viel älter.


Adam Elsheimer (1578 – 1610), der erste der die Milchstraße darstellte.

Fast jede römische Kirche ist auch eine Begräbnisstätte für mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten. Es lohnt sich genauer hinzusehen und nachzuforschen welchen Theologen, Politiker oder Künstler man vor sich hat. In Rom sind auch zahlreiche deutsche Künstler begraben.


Angelika Kauffmann, Selbstporträt in Bregenzerwälder Tracht 1781, Landesmuseum InnsbruckEin Weib mit ungeheurem Talent

Die meisten Touristen, die von der Fontana di Trevi zur Spanischen Treppe ziehen gehen an dieser Kirche achtlos vorbei. Doch man sollte zumindest einmal den Blick heben um das beeindruckende Ensemble von Sant’Andrea delle Fratte, dass sich über den Dächern Roms erhebt zu betrachten. Sant’Andrea delle Fratte gehört zu den alten mittelalterlichen Kirchen Roms. Doch gab der Marchese Paolo del Bufalo im 17. Jahrhundert einen barocken Neubau in Auftrag. 1653 bis 1667 erbaute Francesco Borromini das Querschiff neu und bekrönte die Kuppel mit einem Tambour der, wie er es so gerne tat, komplett gegen den Strich gebürstet wurde. Dieses Bauteil, das eigentlich nur die Aufgabe hat die Kuppel zu schließen und etwas Licht von oben in die Kirche zu lassen wird durch Borromini zum wichtigsten Teil der Kirche. Mit seinen Vor- und Rückschwüngen, den konkaven und konvexen Formen bringt er die Kirche zum rocken. Und alles ausgeführt im billigen Ziegel. Lediglich der kleine Glockenturm, der die Formideen nochmals aufnimmt, wurde in Marmor ausgeführt. Auf der Spitze stehen vier Voluten, die, als wären sie irgendwo übriggeblieben, von Borromini auf den Kopf gestellt arrangiert wurden.

Im Inneren treffen wir auf Borrominis Widersacher Gian Lorenzo Bernini, bzw. dessen Engel. Zwei der Engel, die eigentlich für die Engelsbrücke bestimmt waren, flankieren den Altar. Angeblich fand sie Papst Clemens IX. zu schön um sie dem Wetter auszusetzen. Doch wahrscheinlicher ist, dass er sie sich unter den Nagel reisen wollte und sie in seine Heimatstadt Pistoia abtransportieren lassen wollte. Nur durch seinen Tod blieben sie im nahen Palazzo Rospigliosi hängen und kamen schließlich in diese Kirche. Auf der Brücke stehen Kopien von Paolo Naldini.

Sant'Andrea delle Fratte, Berninis Engel

An einem Pfeiler am linken Seitenausgang erinnern zwei Grabtafeln an ein prominentes Ehepaar. Das obere Epitaph mit Porträt ist dem Maler Antonio Zucchi gewidmet. Doch eigentlich war er nur der Manager seiner viel bedeutenderen Frau Angelika Kauffmann, deren schlichte Grabplatte darunter hängt. Der lateinische Text besagt, dass sie würdig gewesen wäre im Pantheon bestattet zu werden, doch wollte sie bei ihrem Ehemann bleiben. Angelika Kauffmann wurde als Tochter des Malers Joseph Johann Kauffmann 1741 in Chur geboren, wo dieser gerade einen Auftrag am bischöflichen Schloss ausführte. Doch ihr Heimatort ist eigentlich Schwarzenberg im Bregenzerwald, dem Dorf, dem sie immer verbunden blieb. Dort schuf sie auch ihr erstes öffentliches Kunstwerk. Im zarten Alter von 15 Jahren malte sie die Fresken der 12 Apostel an die Seitenwand der Dorfkirche, während ihr Vater das Deckenfresko schuf. 1781, auf dem Weg von London nach Rom machte sie hier nochmals Station und malte das Altarbild. Es blieben ihre einzigen Werke auf österreichischem Boden. Trotzdem prangte ihr Bildnis auf dem letzten Hundert-Schilling-Schein vor Einführung des Euros.

Mit ihrem Vater bereiste sie halb Europa und ihr frühes Talent wurde honoriert. 1762 wurde sie in die Accademia Clementina in Bologna aufgenommen und drei Jahre später in Accademia di San Luca in Rom. Sie malte vor allem Porträts deutscher und englischer Italienreisender. Auf Empfehlung ihrer Kundin Lady Wentworth übersiedelten Tochter und Vater 1766 nach London. Sie lernte dort den Maler Joshua Reynolds kennen. Beide malten sich gegenseitig. Er blieb ihr Förderer obwohl sie seinen Heiratsantrag ablehnte. Dass sie stattdessen den schwedischen Grafen Frederick de Horn heiratete erwies sich als schwerwiegender Fehlgriff, den der Skandinavier verschwand kurze Zeit später mit dem Vermögen der Kauffmann. Doch ihre Karriere war unaufhaltsam. Angelika wurde Gründungsmitglied der Royal Academy und ihr zweiter Mann, der viel ältere Italiener Antonio Zucchi, diesmal vom Vater ausgewählt, erwies sich als bessere Partie. Er wurde nicht nur zu ihrer großen Liebe sondern auch zu ihrem Manager. Das Paar übersiedelte in die Via Sistina in Rom. Ihr Haus wurde schnell zum Treffpunkt der europäischen Künstler. Aber auch Adelige wie Anna Amalia von Sachsen-Weimar, selbst Kaiser Joseph II. waren dort zu Gast. Angelika Kauffmann fertigte zahllose Porträts in meist bemerkenswerter Lebendigkeit. Unter anderem saß die gesamte königliche Familie von Neapel Modell. Daneben malte sie Szenen aus der antiken Mythologie.

Pfarrkirche in Schwarzenberg, Vorarlberg  Pfarrkirche von Schwarzenberg, Vorarlberg, Apostel Mathäus, Angelika Kauffmann 1757  Sant'Andrea delle Fratte, Grab von Antonio Zucchi und Angelika Kauffmann

1787 war Goethe mehrmals Gast im Kauffmannschen Haus. Er schrieb etwas gönnerisch in seinem Reisetagebuch „Sie hat ein unglaubliches und als Weib wirklich ungeheures Talent.“ Doch das Bildnis, das sie von ihm malte mochte ihm trotzdem nicht gefallen. Er bemerkte: „Es ist immer ein hübscher Bursche, jedoch keine Spur von mir.“ Doch vielleicht war er einfach zu gut getroffen. Goethe als netter junger Mann und nicht als heroischer Dichterfürst wie er sich gerne sah. Tischbein tat ihm den Gefallen und malte ihn in dramatischer Pose an der Via Appia.

Stadtführung auf den Spuren von Bernini und Borromini

 

Sant'Andrea delle Fratte, Glockenturm

 

Die Liebesschlösser auf der Milvischen Brücke

Ponte Milvio

In den Zeiten der Wirtschaftskrise, der Globalisierung, der Klimakatastrophe und eines italienischen Ministerpräsidenten, der öffentlich seine Promiskuität zelebriert, kann es da noch Romantik geben? Ja klar. Ein Beispiel ist der Ponte Milvio in Rom. Seit drei Jahren ist die alte Brücke, die die Via Flaminia über den Tiber leitet, Zielpunkt der verliebten Paare in Rom. Schuld daran hat der Schriftsteller Federico Moccia, der in seinem Teenie-Liebesroman „Ho voglia di te“ (Ich steh auf dich) beschrieb, wie ein Liebespaar ein Vorhängeschloss an einer der Laternen der Brücke ankettete und den Schlüssel mit den Worten: „Per sempre!“ (Für immer!) in den Fluss warf. Es dauerte nicht lange bis die Leser des Bestsellers dem Vorbild nacheiferten und die Laterne nach und nach unter einem Mantel von Schlössern verschwand. Ein Video von Tiziano Ferro für die Musik zur Verfilmung des Buchs tat sein übriges. Gleichzeitig begann eine Diskussion, ob man dieses Treiben an der ältesten Brücke Roms dulden kann.

Tatsächlich wurde die Milvische Brücke bereits 207 v.Chr. erbaut. Allerdings wurde sie so oft zerstört und wider aufgebaut, dass nur wenige Teile der Pfeiler noch original aus dieser Zeit erhalten sind. Das bekannteste Ereignis war der Sieg Kaiser Konstantins am nördlichen Ufer vor der Brücke über Kaiser Maxentius 312 n.Chr. mit dem der Aufstieg des Christentums verbunden wird. Die Brücke war seit jeher die nördliche Eingangspforte zur Ewigen Stadt über die Besucher wie Karl der Große, Martin Luther oder Goethe reisten. Ihr heutiges Aussehen mit dem wuchtigen Brückentor verdankt sie Giuseppe Valadier, der sie im Auftrag von Papst Pius VII. Anfang des 19. Jahrhunderts umbaute.

Ponte Milvio, Liebesschlösser  Ponte Milvio, Liebesschlösser

Und eben eine der Straßenlaternen Valadiers knickte im Mai 2006 unter der Last der Lucchetti dell’amore, der Liebesschlösser, um. Nun musste die römische Stadtverwaltung handeln. Statt des naheliegenden Verbots entschloss man sich alternative Anbringungsorte zu finden. Vor jede der Laternen wurde zwischen Poller Ketten gespannt, an die die Liebespaare nun ganz legal ihre Schlösser schließen können. Inzwischen stehen ambulante Händler mit Schlössern und Filzstiften für spontane Liebesschwüre bereit. Ich finde, die Romantik leidet ein bisschen unter der Beendigung der anarchistischen Zustände. Aber Liebesschlösser findet man inzwischen auch an anderen Brücken Roms, anderer italienischer Städte und selbst an der Hohenzollernbrücke in Köln.

Das Paar, das ich an einem lauen Abend auf der Brücke traf, kreiste um die Schlossverkäufer und konnte sich doch nicht so recht für ein Liebesschloss entscheiden. „Das ist uns doch zu endgültig.“ Ewige Liebe, bis dass die Stadtreinigung uns scheidet.

Stadtführung durch die Römischen Altstadt

Ponte Milvio, Liebesschlösser

 

Leider wurden die Schlösser am 10. September 2012 von der Römischen Stadtreinigung entfernt.

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In der Antike waren Elefanten in Rom nichts besonderes. Die Römer sahen sie bei Schaukämpfen im Kolosseum oder als Teilnehmer an Triumphzügen. Doch seit dem Untergang des Römischen Reichs kannte man die Rüsseltiere nur noch vom Hörensagen. Es sollte fast 1000 Jahre dauern bis wieder ein Dickhäuter die Ewige Stadt betrat.

Anfang des 16. Jahrhunderts stritten sich Spanien und Portugal um die Aufteilung der Welt. Dem Papst kam dabei eine wichtige Rolle zu. Er hatte den Vertrag von Tordesillas vermittelt, der den 46ten Längengrad als Grenze der Einflußsphären der zwei Staaten vorsah. So wurde für Portugal Afrika aber auch Brasilien gesichert. Spanien konnte sich den Rest von Nord- und Südamerika unter den Nagel reissen. Als Giovanni de'Medici 1513 zum Papst Leo X. gewählt wurde, wollte sich König Manuel von Portugal dessen Gunst sichern um im teuren Gewürzhandel mit dem Orient die Oberhand zu behalten. Da machen exquisite Geschenke einen guten Eindruck. Und so ließ der König aus dem indischen Cochin einen Elefanten anliefern.

Die Schiffsreise des Tiers bis nach Italien verlief relativ problemlos, doch der Landweg bis Rom verursachte erhebliche Aufregung. So stürzte in Tarquinia eine Herberge ein, die von Schaulustigen gestürmt wurde, um einen Blick auf den Elefanten zu erhaschen. Als der Papst seine Schweizer Garde dem Tross entgegen schickte erhöhte dies die Aufmerksamkeit nur. Schließlich konnte Leo doch am 19. März, also heute vor genau 495 Jahren sein Geschenk an der Engelsburg in Empfang nehmen. Er war restlos begeistert und taufte den Elefant auf den Namen Annone. Für die zwei Leoparden, den Panther und das Dutzend Papageien, die Annone begleiteten interessierte sich der Pontifex statt dessen nicht. Annone lebte fortan in den Vatikanischen Gärten und war der Star bei zahlreichen Festumzügen. Er wurde von vielen Künstlern, wie Raffael, porträtiert. Doch schon zwei Jahre nach seiner Ankunft erkrankte das Tier an einer Verstopfung. Die Leibärzte verabreichten ihm ein mit Gold versetztes Abführmittel, das jedoch doch die gegenteilige Wirkung hatte. Am 8. Juni 1516 starb Annone. Seine Knochen wurden 1962 bei Bauarbeiten im Vatikan wieder gefunden.

Annone, nach einer Zeichnung von Raffael

Es dauerte über hundert Jahre, bis der zweite Elefant Rom erreichte, über den wir weit weniger wissen. Er soll wohl im Hafen von Amsterdam Europa erreicht haben und wurde von Schaustellern durch Deutschland und Österreich von einem Jahrmarkt zum nächsten bis Italien gebracht. Im Mai 1630 erreichte er Rom und sorgte wieder für großes Aufsehen. Dieses Mal war es Gian Lorenzo Bernini, der Studien von dem eigenartigen Tier anfertigte.

elefante-minerva-002.jpgJahrzehnte später, 1665, grub man im Garten von Santa Maria sopra Minerva einen Obelisken aus. Die Kirche steht nicht nur über einem kleinen antiken Minervatempels, den größten Teil ihrer Fläche nahm einst der große Tempel für die ägyptische Göttin Isis, der kurz nach der Ankunft Kleopatras in Rom errichtet wurde, ein. Für die Ausstattung ließ man damals alte Obelisken aus der ägyptischen Stadt Saïs bringen. Nun stritt man sich in welcher Form man den einen Obelisken vor der Basilika aufstellen könnte. Domenico Paglia schlug vor die sechs Hügel aus dem Wappen von Papst Alexander VII. als Sockel zu nehmen und vier Hunde an ihre Seiten zu setzen. Ein heftiger Seitenhieb gegen die Dominikaner denen Santa Maria sopra Minerva gehörte, wurden diese doch als Domini Cani (Kettenhunde Gottes) verspottet. Und so kramte Bernini seine alten Zeichnungen des Elefanten hervor und schlug vor diesen als Sockel zu nehmen. Die Dominikaner waren auch damit nicht zufrieden. Konnte der schwere Obelisk auf dem Tier halten, wenn doch der Raum unter dem Bauch hohl sein sollte. Zweifel an den statischen Kenntnissen Berninis waren durchaus angebracht, mussten doch seine Glockentürmchen auf dem Petersdom rasch wieder abgerissen werden, nach dem sie Risse in der Fassade verursachten.

Bernini gab die Ausführung des Werks an Ercole Ferrata weiter. Der begab sich auf die sichere Seite, warf dem Elefanten eine Satteldecke über und versteckte darunter den massiven Sockel auf dem der Obelisk seit fast 400 Jahren stabil steht. Doch ihm gelang auch eines der reizendsten Kunstwerke Roms. Ein Elefant, der verschmitzt den Kopf zur Seite neigt, den Rüssel kringelt und zu grinsen scheint. Das plumpe Tier strahlt eine unglaubliche Leichtigkeit aus. Ob der Konflikt mit den Dominikanern dazu führte, dass das Tier dem Klostertor den Hintern zuwendet?

Ercole Ferrata stammte aus Como und arbeitete eine zeitlang in der Werkstatt Berninis. Als er den Elefanten schuf war er jedoch mit 57 Jahren längst ein gestandener Bildhauer, der für den Hof der Medici arbeitete. Doch es gelang ihm nie aus dem Schatten Berninis herauszutreten. Und so ist der kleine Elefant vor der Minerva noch heute als Floh des Bernini bekannt.

Der Obelisk aus rosa Granit ist mit 5,47 Metern der kleinste ägyptische Obelisk in Rom. Er bildete mit mindestens fünf weiteren eine Allee vor dem Isistempel. Sein Zwillingsobelisk steht heute in Urbino. Aufgestellt wurde er in der ägyptischen Stadt Sais für Pharao Apries, der 589 bis 570 v. Chr. regierte. Dieser Pharao kommt unter seinem hebräischen Namen Hophra auch in der Bibel vor. Wahrscheinlich wurde er fast 700 Jahre später, im 1 Jahrhundert n.Chr. nach Rom gebracht.

Stadtführung durch die Römischen Altstadt

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Der Elefant wurde 2012 umfassend renoviert und erstrahlt nun wieder in altem Glanz. Vor der Renovierung hatte er noch von Abgasen geschwärzte Ohren.

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Santa Maria sopra Minerva, Elefante auf einer größeren Karte anzeigen

 

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Ein antiker Lügendetektor.

Überall in Rom trifft man noch auf die Geister und Götter der alten Römer. So findet man in der Vorhalle der Kirche Santa Maria in Cosmedin eine große runde Marmorscheibe von der uns ein unheimlicher, bärtiger Kopf aus leeren Augen anglotzt. Die Legende sagt, dass er jedem Lügner, der es wagt seine Hand in den offenen Mund zu stecken, diese augenblicklich abbeißen würde.


Der Ursprung des Valentinstags in Rom

Eigentlich müsste ja heute in der Kirche Santa Maria in Cosmedin am römischen Tiberufer viel los sein. Nicht wegen der Bocca della Verità, dem Wahrheitsmund, berühmt durch die Filmszene mit Audrey Hepburn und Gregory Peck, der in der Vorhalle aufgestellt ist. Auch an jedem anderen Tag im Jahr stehen hier die Touristen Schlange, um die Legende herauszufordern, nach der jedem Lügner, der seine Hand in den Wahrheitsmund hält, diese abgebissen wird. Doch entweder hat der Triton im Alter seine Bisskraft eingebüßt, oder es wird nicht mehr gelogen. Alle winken mit der geretteten Hand fürs Erinnerungsfoto.


Die Ewige Stadt

Rom, das ist das Sehnsuchtsziel der Deutschen. Keine andere Stadt war im letzten Jahr das Ziel von sovielen Touristen. Zu Recht. Denn nirgends auf der Welt bekommt man soviel Kunst und Geschichte hautnah geboten. Rom war der Ausgangspunkt, von dem aus Europa immer wieder erfunden wurde.

Das Römische Reich brachte zum ersten Mal Kultur, Lebensstandard und Sicherheit für den ganzen Kontinent. Danach trat das Christentum von Rom aus seinen Siegeszug an. Und als Martin Luther gegen den Papst mobil machte, konterte Rom mit der Erfindung des Barock.

Folgerichtig erlebte die Europäische Union 1957 ihre Geburtsstunde auf dem römischen Kapitol.

Doch Rom ist mehr als Kolosseum und Petersdom, als Forum Romanum und Spanische Treppe. Rom ist auch mediterrane Lebensart, Mode und italienisches Essen.

Mein Rom besteht aus den vielen Geschichten, die man in jeder Gasse entdecken kann. Von Päpsten und ihren Mätressen, von bigotten Mönchen und leichten Mädchen, von Künstlern und Baumeistern, von Adeligen und Leuten aus dem Volk. Fast 3000 Jahre haben sie in Rom überall ihre Spuren hinterlassen. Das ist es was die Geschichte in Rom so lebendig werden lässt.

 

Essen in Rom kann ein wunderbares Erlebnis sein. Lassen Sie sich auf die Römische Küche ein und entdecken Sie auf Märkten und Geschäften leckere Lebensmittel aus dem Umland und hervorragende Weine. Wenn Sie aufpassen, tappen Sie nicht in Touristenfallen und genießen ein kulinarisches Erlebnis.



Via Appia Antica

Die Via Appia Antica gilt als das längste Museum der Welt. Auf 18 km, ab der Porta Capena beim Circus Maximus bis nach Frattocchie, ist die älteste römische Konsularstraße, teilweise noch mit ihrem antiken Pflaster, erhalten. Dann vereinigt sie sich mit der Via Appia Nuova um als normale Staatsstraße weitere 560 km bis zum süditalienischen Hafen Brindisi zu führen.

Ab dem Jahr 312 v. Chr. ließ der Konsul Appius Claudius Caecus die Straße Richtung Capua vor Neapel anlegen, die seinen Namen unsterblich machen sollte. Es ging ihm vor allem darum schneller Truppen im Krieg gegen das Volk der Samniten verlegen zu können. Erst als die Straße 120 Jahre später nach Brindisi verlängert wurde, entwickelte sie sich zur wichtigsten Handelsstraße des Römischen Reichs. Noch heute markieren dort zwei Säulen das Ende des Wegs.

Die Via Appia ist noch heute von Gräbern in unterschiedlichster Form gesäumt. Da in der Antike die Bestattung von Toten innerhalb der Städte verboten war, wich man an die Ausfallstraßen aus. Nicht zuletzt mit dem Ziel Reisende durch monumentale Familienmausoleen zu beeindrucken. Die ärmeren Römer wurden in zweiter und dritter Reihe begraben oder schließlich (nicht nur Christen) in unterirdischen Katakomben. Doch gibt es entlang der Straße auch andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Straße und etliche Einzelaspekte.

Erleben Sie die Via Appia Antica bei einer geführten Wanderung. Spüren Sie 2000 Jahre Geschichte in römischer Landschaft.

Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt, den es in seiner heutigen Form seit den Lateranverträgen von 1929 gibt. In gewisser Weise ist er damit Nachfolger des Kirchenstaats der zu seinem Höhepunkt ganz Mittelitalien umfasste und der 1870 nach der Eroberung durch Garibaldi an das Königreich Italien fiel. Staatsoberhaupt und gleichzeitig Bischof von Rom ist der Papst.

Die Bischofskirche des Papstes und damit die erste Kirche in der Hierarchie der katholischen Kirche ist die Lateransbasilika, keineswegs der Petersdom. Der Petersdom ist trotzdem das wichtigste Pilgerziel, die größte Kirche Roms und eines der größten Gotteshäuser der Welt. weiterlesen