Essen in Rom kann ein wunderbares Erlebnis sein. Lassen Sie sich auf die Römische Küche ein und entdecken Sie auf Märkten und Geschäften leckere Lebensmittel aus dem Umland und hervorragende Weine. Wenn Sie aufpassen, tappen Sie nicht in Touristenfallen und genießen ein kulinarisches Erlebnis.



Eisherstellung mit besonderen Zutaten

Eine der stimmungsvollsten Straßen in Rom ist die Via de'Coronari, die von der Piazza Navona Richtung Engelsburg führt. Heute nisten sich hier zwischen vielen Antiquitätengeschäften zunehmend schicke Boutiquen ein. Ursprünglich waren hier die Rosenkranzmacher zu Hause, die den Pilgern auf dem Weg zum Petersdom ihre Produkte verkaufen.


Carciofi alla Romana

Artischocken sind ein Grundpfeiler der römischen Küche und jetzt im März fängt die Saison an. Überall gibt es die grünen Blüten der Distepflanzen jetzt auf dem Markt. In der Umgebung von Rom wird eine besondere Sorte angebaut, die stachelfrei ist und auch das lästige „Heu“ nicht besitzt. Man kann sie daher komplett essen. Nicht den Stil wegwerfen! Der ist besonders zart. Der Carciofo romanesco del Lazio IGP ist sogar von der EU geschützt.


Cesanese ... was?    -    Ein Wein am Start

Mit dem Cesanese del Piglio verhält es sich ein bißchen wie mit dem TSG Hoffenheim, kaum hat man realisiert, dass es ihn überhaupt gibt, da ist er schon an der Spitze.

„Cesanese .... was?“ Auch in Rom kann man manchmal so eine Antwort hören, wenn man nach dem Cesanese del Piglio fragt. Mein Weinhändler am Testaccio hat natürlich Cesanese vorrätig. Cesanese di Affile, Cesanese di Olevano... Cesanese ist schließlich die vorherrschende Rotweintraube im Latium. Allerdings in einer Region, die fast zu 90 % Weißwein produziert, fällt das wenig ins Gewicht.


Mitten in der Weltwirtschaftskrise ein Geschäft neu zu eröffnen braucht schon Mut. Doch Graziano Piperno hatte den richtigen Riecher, denn in den harten 30er und 40er Jahren brauchten die Römer dringend etwas um sich den Alltag zu versüßen. Schokolade eben. Und so wurde das Schokoladengeschäft zwischen dem Campo de’Fiori und dem Ghetto zu einer Institution in Rom.


Kairo trifft Rom

Heute ein Restauranttip für ein winziges Restaurant wenige Meter vom modernen Museum für die Ara Pacis entfernt. Die Taverna Ripetta befindet sich in der gleichnamigen Straße, deren Namen an den ehemaligen Flusshafen von Rom, die Ripetta erinnert. Aber man muss schon aufpassen, dass man an der unauffälligen Tür nicht vorbei geht. Geht man hinein, hat man eher das Gefühl ein Wohnzimmer zu betreten.


Die wahre Amatriciana

Ich sitze mal wieder in der Trattoria „Il Bucatino“ in Testaccio zum Abendessen. Das Lokal wurde vor kurzem von Slow Food Rom wegen seiner traditionellen Küche geadelt. Ich denke das ist eine gute Vorraussetzung um ein bißchen zu den Bucatini all'Amatriciana zu recherchieren, den Beitrag Roms zur internationalen Pastakultur. „Bucatini alla matriciana“ sind römisch, wie das Kolosseum oder der Petersdom.“ wirft mir die etwas mißgelaunte Chefin hin, bevor sie wieder in der Küche verschwindet.


Ein Wein aus den Monti Affile bei Subiaco

Romolo Freire zeigt mir stolz seine 100jährigen Weinstöcke, die er in einem kleinen Teil der Azienda pflegt. Der junge Brasilianer hatte ursprünglich an der Filmhochschule in New York studiert und war dann zur RAI nach Rom gekommen. Er war auf dem Sprung zu einer Karriere in der Glitzerwelt des Films doch die Liebe verschlug ihn stattdessen in die Monti Affilani, nordwestlich von Rom.


Gestern gab es pünktlich zum ersten Advent in Campagnano einen Stromausfall. Zum Glück funktioniert der Gasherd auch ohne Strom und so konnte ich eine Bohnensuppe nach dem Rezept von Cristina, der Köchin in der Antica Osteria il Mitreo in Sutri, machen. Im Kerzenlicht ist die Suppe dann noch feierlicher gewesen.


Heute wird in den japanischen Zeitungen berichtet (wiedergegeben in römischen Blättern), dass ein japanisches Ehepaar sich an die Öffentlichkeit gewandt hat, da sie nach reiflicher Überlegung eine Restaurantrechnung für ein bißchen überteuert hielten.

Das Ereignis trug sich vor genau einem Monat zu, als das besagte Paar in der Nähe der Piazza Navona von einem Kellner zum Essen in das Lokal Il Passetto neben dem Palazzo Altemps überredet wurde.