Via Appia

Via Appia Antica

Die Via Appia Antica gilt als das längste Museum der Welt. Auf 18 km, ab der Porta Capena beim Circus Maximus bis nach Frattocchie, ist die älteste römische Konsularstraße, teilweise noch mit ihrem antiken Pflaster, erhalten. Dann vereinigt sie sich mit der Via Appia Nuova um als normale Staatsstraße weitere 560 km bis zum süditalienischen Hafen Brindisi zu führen.

Ab dem Jahr 312 v. Chr. ließ der Konsul Appius Claudius Caecus die Straße Richtung Capua vor Neapel anlegen, die seinen Namen unsterblich machen sollte. Es ging ihm vor allem darum schneller Truppen im Krieg gegen das Volk der Samniten verlegen zu können. Erst als die Straße 120 Jahre später nach Brindisi verlängert wurde, entwickelte sie sich zur wichtigsten Handelsstraße des Römischen Reichs. Noch heute markieren dort zwei Säulen das Ende des Wegs.

Die Via Appia ist noch heute von Gräbern in unterschiedlichster Form gesäumt. Da in der Antike die Bestattung von Toten innerhalb der Städte verboten war, wich man an die Ausfallstraßen aus. Nicht zuletzt mit dem Ziel Reisende durch monumentale Familienmausoleen zu beeindrucken. Die ärmeren Römer wurden in zweiter und dritter Reihe begraben oder schließlich (nicht nur Christen) in unterirdischen Katakomben. Doch gibt es entlang der Straße auch andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Straße und etliche Einzelaspekte.

Erleben Sie die Via Appia Antica bei einer geführten Wanderung. Spüren Sie 2000 Jahre Geschichte in römischer Landschaft.


 

Besichtigung der Via Appia Antica

Die Via Appia Antica gilt als das längste Museum der Welt. Auf 18 km, ab der Porta Capena beim Circus Maximus bis nach Frattocchie, ist die älteste römische Konsularstraße, teilweise noch mit ihrem antiken Pflaster, erhalten. Dann vereinigt sie sich mit der Via Appia Nuova um als normale Staatsstraße weitere 560 km bis zum süditalienischen Hafen Brindisi zu führen.

Auf den ersten Kilometern in Rom finden Sie die Ruinen von Grabmälern und Villen, antikes Pflaster und die berühmten Katakomben. Alles eingebettet in die Landschaft der Campagna Romana.

Um eine Wanderung auf der Via Appia zu einem unvergeßlichen Erlebnis zu machen möchte ich Ihnen einige Tipps geben. Oder lassen Sie sich die Via Appia und ihre Monumente einfach bei einer deutschsprachige Führungen auf der Via Appia Anticazeigen.


Wir wissen kaum etwas über Pomponius Hylas und seine Ehefrau Pomponia. Doch das Familiengrab, das das Ehepaar hinterließ, ist ein wahres Schmuckkästchen, das jedoch gut versteckt ist. In dem kleinen Häuschen in einem Eck des Parco degli Scipioni, an der Porta Latina in Rom, werden die meisten Spaziergänger Gartengeräte vermuten, doch geht hier die Treppe in die Tiefe zum Columbarium.


Das eindrückliche Grabmal der berühmten römischen Familie an der Via Appia Antica ist wieder zu besichtigen. Das in den Tuff gegrabene ca. 2300 Jahre alte Grab wurde in den letzten Jahren restauriert. Es befindet sich knapp innerhalb der Porta San Sebastiano, dem Tor der Via Appia.

Da waren die Gebrüder Sassi überrascht, als sie unter ihrem Haus an der Porta San Sebastiano den Weinkeller erweitern wollten. Im Jahr 1780 hatten sie durch Zufall eine große antike Grabanlage entdeckt. In dunklen Gängen standen zahlreiche massive Sarkophage.


An der sechsten Meile steht das größte Grabmal der Via Appia. Mit einem Durchmesser von 35 Metern übertrifft es das Grabmal der Cecilia Metella (30 Meter). Das Grabmal wir wohl aus der Zeit von Kaiser Augustus stammen. Der Archäologe Luigi Canina errichtete neben dem Grabmal eine Ziegelwand mit Fragmenten von Marmorverkleidung, die nach neuester Forschung jedoch zu einem anderen Grabmal gehört.


Porta Capena – Das Tor der Via Appia.

Die Porta Capena war einst der Beginn der Via Appia. Heute ist die Piazza di Porta Capena an Werktagen ein vom Autoverkehr, von Bussen und Straßenbahnen umbrauster, weiter Platz. So weit, dass die Straßenbauer ihre Asphalttrassen wahllos und viel zu breit in die Landschaft legen konnten. Doch heute kann man hier in Ruhe spazieren gehen.


Es lohnt sich, wenn man die Via Appia entlang geht auch auf Details zu achten. Man trifft auf zahlreiche Inschriften, die zum großen Teil von Grabmalen stammen. Im 19. Jahrhundert wurde die Via Appia Antica, als antiker Straßenverlauf wiederentdeckt, dabei tat sich vor allem der Archäologe Luigi Canina hervor, der zahlreiche Bruchstücke von Grabmälern ausgrub und teilweise entlang der Straße an Mauern und rekonstruierten Grabmälern drapierte.


Eine Prieserin der Isis an der Via Appia.

An der Via Appia Antica finden sich zahlreiche Grabmäler der unterschiedlichsten Größen und Bauarten, doch kaum ein Grab ist tatsächlich Personen zuzuordnen. Ein Grabmal, dessen Inschrift gut lesbar ist, ist das der Rabirii. Wenn wir eine halbe Stunde von der Basilika San Sebastiano stadtauswärts wandern treffen wir auf die Steintafel mit drei Porträtbüsten der Familie Rabirius.


An der Via Appia kann man den riesigen Circus des Maxentius und das Grab des Romolus besichtigen.

Anfang des vierten Jahrhunderts war das Römische Reich unter vier Kaisern aufgeteilt. Vier Kaiser die in Trier und Mailand, in Syrien und der heutigen Türkei residierten. Da die Römer befürchteten, dass ihnen nun auch noch die letzten Hauptstadtfunktionen verloren gehen könnten, erhob die Prätorianergarde den Sohn von Kaiser Maximian, Maxentius, am 28. Oktober 306 n.Chr. zu ihrem Herrscher.