Cori 006

Bei wunderschönem sonnigen Wetter haben wir einen Ausflug nach Cori gemacht, einem idyllischen Städtchen am Abhang der Lepinischen Berge, etwa 50 km südöstlich von Rom. Cori soll der Legende nach bereits im 2. Jahrtausend vor Christus gegründet worden sein und wäre damit eine der ältesten Städte Italiens. Das Gründungsdatum ist nicht mehr verifizierbar, aber dass Cori schon vor Rom bestand sieht man an den Zyklopenmauern, den alten Stadtmauern, die mit riesigen passgenau geschlagenen Steinen ohne Mörtel gemauert wurden. Diese Technik verwendeten die vorrömischen Völker im südlichen Latium. Cori kam 415 v. Chr. zu Rom und stand diesem im Kampf gegen Hannibal bei. Dass Cori auch noch in der Kaiserzeit Bedeutung hatte, sieht man an zahlreichen Resten im Ort. Am eindrucksvollsten ist der Herkulestempel, dessen Säulenvorhalle noch gut auf einer Terrasse mit grandioser Aussicht erhalten ist.

Cori 003   Carpineti 001

Aber Cori ist auch ein alter Weinort. Schon Plinius, der Naturforscher, der beim Vulkanausbruch von Pompeji ums Leben kann erwähnt den Wein, der vom Abhang der Berge bis in die Pontinische Ebene angebaut wird. Wir haben das Weingut Carpineti besucht, das moderne Technik mit traditionsreichen Weinen verbindet. Das Weingut wurde 1990 von Marco Carpineti als biologisch wirtschaftender Betrieb gegründet. Sein Sohn Paolo führt uns durch den Betrieb. Die Winzer verzichten nicht nur auf Chemie im Anbau, sie arbeiten auch daran die Traktoren durch Arbeitspferde zu ersetzen. Die Abfälle des Betriebs werden als Biomasse zur Energieerzeugung genutzt. Gleichzeitig arbeitet das Weingut zusammen mit der Universität Rom an einem Programm, dass die Weingärten mittels Drohnen zentimetergenau klimatisch überwacht.

Bei den Weinsorten verzichtet man darauf Modesorten wie Chardonnay oder Syrah anzubauen und beschränkt sich auf die klassischen Sorten der Gegend von Cori. Beim Rotwein sind das der Cesanese und der Nero Buono. Der Nero Buono, der Gute Dunkle, wie er übersetzt heißt, bringt nur relativ wenig Ertrag und ist deshalb fast aus dem Anbau verschwunden. Dabei macht er die fehlende Quantität durch ausgezeichnete Qualität wett. Die Carpinetis bauen diese alte Sorte, die nur noch in den Lepiner und Albaner Bergen vorkommt, sortenrein und in Cuvées aus. Dem Apolide, der aus 100 % Nero Buono besteht gönnen sie 2 Jahre Aufenthalt in Barrique-Fässern. Dies dankt er mit einem raumfüllenden kirschigen Duft.

Bei den Weinsorten verzichtet man darauf Modesorten wie Chardonnay oder Syrah anzubauen und beschränkt sich auf die klassischen Sorten der Gegend von Cori. Beim Rotwein sind das der Cesanese und der Nero Buono. Der Nero Buono, der Gute Dunkle heißt das übersetzt, bringt nur relativ wenig Ertrag und ist deshalb fast aus dem Anbau verschwunden. Dabei macht er die fehlende Quantität durch ausgezeichnete Qualität wett. Die Carpinetis bauen diese alte Sorte, die nur noch in den Lepiner und Albaner Bergen vorkommt, sortenrein und in Cuvées aus. Dem Apolide, der aus 100 % Nero Buono besteht gönnen sie zwei Jahre Aufenthalt in Barrique-Fässern. Dies dankt er mit einem raumfüllenden kirschigen Duft.
Eine wirkliche Entdeckung war für mich aber der Winzersekt. Dafür wird Wein der Sorte Bellone verwendet. Wahrscheinlich der Wein, von dem Plinius berichtete. Vor vier Jahren begann man bei Carpineti diesen nach der Champagner-Methode in Flaschengärung auszubauen. Heraus kam ein spritziger ganz unitalienischer Spumante, denn er ist trocken und hat eine frische Säure, die eher an einen Rieslingsekt erinnert. Schade, dass ich den zu Silvester noch nicht im Kühlschrank hatte.

Marco Carpineti

Azienda Agricola Biologica
S.P.Velletri-Anzio Km14,300
I – 04010 Cori
www.marcocarpineti.com
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