Bitte beachten Sie auch meine Artikel zu einzelnen Orten in der Spalte rechts.

Latium

Tempel der Sirene in Tivoli

Latium ist das Land um Rom. Eine der zwanzig Regionen Italiens. Und eine der interessantesten und vielfältigsten. Auf einer Fläche, etwa halb so groß wie Baden-Württemberg, bietet es vom Hochgebirge bis zum Meeresstrand alle erdenklichen Landschaftsformen. Dazwischen liegen Städte und Dörfer mit einer Vielzahl von Kunstschätzen, alte Klöster und Burgen, Adelssitze mit prachtvollen Gärten und Ruinen aus der Antike.

In die Liste des Welterbes der UNESCO sind in Tivoli die Villenanlage von Kaiser Hadrian aus dem 2. Jahrhundert und die Villa Este aus dem 16. Jahrhundert eingetragen, außerdem die etruskischen Totenstädte von Tarquinia und Cerveteri. Doch stehen sie nur stellvertretend für die zahlreichen Villenanlagen, wie die Villa Lante, den Park der Monster in Bomarzo oder die Villen von Frascati. Genauso kann man in den Canyons im Norden Latium noch zahlreiche andere Gräber der Etrusker entdecken. Auch im Süden der Region findet man Spuren aus vorrömischer Zeit, so die Zyklopenmauern in Alatri, Ferentino und Arpino. Als das Land von den Römern erobert wurde, bauten sich reiche Familien unzählige Landgüter und Villen deren Spuren noch zahlreich zu finden sind. Aber auch monumentale Tempel wie in Palestrina oder Terracina wurden errichtet.

In der Völkerwanderungszeit nach dem Ende des Römischen Reichs zogen plündernde Barbaren durchs Land. Die Städte in der Ebene wurden aufgegeben und die Bevölkerung verschanzte sich auf gut zu verteidigenden Hügeln. So entstand das Landschaftsbild, das wir noch heute sehen. Auf fast jedem Hügel steht eine Burg oder ein verwinkeltes, mittelalterliches Dorf. Gleichzeitig entstanden die ersten Klöster Europas in Subiaco, auf dem Montecassino, in Fossanova und Farfa. Ab der Renaissance bauten die Adligen wieder Villen mit prächtigen Gartenanlagen.

 

Mein Latium

Ich liebe diesen Landstrich, nicht nur wegen der Highlights. Man kann im Latium aufs geradewohl los fahren und wird immer auf einen interessanten Ort stossen. In meinen Beiträgen (siehe rechts) habe ich deshalb auch eher die wenig bekannten kleineren Orte und Dörfer beschrieben. Man trifft überall auf freundliche Leute, die sich oft wundern, dass sich ein Ausländer in ihren Ort verschlägt, und um so lieber für Auskunft und Hilfe bereit stehen.

Subiaco, Burg der Äbte

Essen

Überall im Latium findet man bodenständige Restaurants mit ausgesprochen guter Küche. Seine Einwohner sind stolz auf ihre Lebensmittel. Man merkt das schon daran, dass an fast jedem Ortsschild ein zweites Schild hängt, auf dem bekannt gegeben wird, ob der Ort für seine Karotten, seine Linsen, seinen Käse, seine Erdbeeren, seine Artischocken oder wie Amatrice für die gleichnamigen Spaghetti bekannt ist. Die Römische Küche kann bei dem reichen Angebot aus dem Vollen schöpfen und auf Importware dankend verzichten. Dass man zum Essen einen Wein aus dem Latium trinkt, den es in immer besserer Qualität gibt, wie man am Cesanese sieht, versteht sich von selbst.

Die Küste bei Sperlonga

Warum Latium kein Touristenziel ist

Strand, Gebirge, gutes Essen und Kunstwerke von Weltrang. Warum trifft man eigentlich so wenig Touristen im Latium. Zuerst einmal, das war nicht immer so. Noch bis zum Beginn des 20ten Jahrhunderts war es das klassische Reiseziel schlechthin. Künstler überschwemmten die Campagna Romana und danach die europäischen Museen mit Ansichten der Sabiner oder Albaner Berge. Selbst Goethe liess sich vor einem Aquädukt liegend malen. Doch heute hat man keine Zeit mehr. Man fliegt für ein verlängertes Wochenende nach Rom und hat Bücher mit Titeln wie „1000 Places to See Before You Die!“ im Gepäck. Das ist Stress pur. Und so steht man die Hälfte des Wochenendes in der Schlange vor dem Vatikanischen Museum, während man in der grandiosen Villa Farnese in Caprarola Fresken der gleichen Künstler wie im Vatikan allein für sich hätte. Ich kann nur jedem raten, lassen Sie Rom, meine Lieblingsstadt, einmal links legen und entdecken Sie Latium.

Ich möchte Ihnen gerne mein Latium zeigen und veranstalte regelmäßig Gruppenreisen ins Umland von Rom.

Die letzte ging in die interessante Landschaft der Ciociaria.

Selbstverständlich entwerfe ich auch eine massgeschneiderte Tour für Ihre Gruppe, an einem oder mehreren Tagen. Oder auch eine Individualtour für Kleingruppen, Einzelreisende oder Familien.

Buchung, Anfragen und Auskunft unter:

info@stadtbesichtigungen.de
oder Telefon: +39 – 346 – 8533377

Tuscania

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