Lido di OstiaEkelhaftes Wetter, Wind und Regen. Was gibt es da schöneres als einen Spaziergang am Meer zu machen. Zum Beispiel am Lido di Ostia, dem Strandbad der Römer.

Nach dem Untergang der antiken Hafenstadt Ostia war die Ebene an der Tibermündung über Jahrhunderte eine unwirtliche, malariaverseuchte Sumpflandschaft. Erst als der Kirchenstaat zum Königreich Italien kam, begann man ab 1884 mit der Urbarmachung. Doch die eigentliche Gründung des modernen Ostia fiel in die Zeit von Mussolini. In den 1920er Jahren wurden die Bahnlinie und die Via del Mare an den Lido gebaut und die Römer begannen das Strandleben zu genießen. Villen und Badeanstalten entstanden ganz im Bauhausstil, der im Gegensatz zum Nazideutschland in Italien nicht verpönt war.

Einige sind bis heute, etwas heruntergekommen, erhalten. Ich finde sie entfalten ihren Charme vor allem jetzt im Winter, wenn der Strand verlassen und Möwen und Wellen vorbehalten ist

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