Eine Gruppenreise für Slow-Food-Mitglieder und Menschen, die sich für italienisches Essen und italienische Kultur begeistern.
Die Ciociaria
Dieser Landstrich, auf halbem Weg zwischen Rom und Neapel gelegen, erhielt seinen Namen vom traditionellen Schuhwerk der Hirten, die durch die Hügel und Berge streiften. Und noch heute sind die Bewohner der Ciociaria stolz auf ihre bäuerliche Herkunft. Und stolz ist man auch auf seine landwirtschaftlichen Produkte. Vom Käse von Büffel oder Ziege über Wurstspezialitäten, Olivenöl bis zu Eßkastanien. Slow Food ist in der Ciociaria in vielen Convivien ausgesprochen gut organisiert. So haben wir die Gelegenheit, dass uns unsere Kollegen vor Ort zu Produzenten und Anbietern begleiten.
Die Ciociaria als Weinland? Bisher kannte man nur den Frascati als Wein aus dem Latium. Beim letztjährigen Salone del Vino in Verona war man um so erstaunter, dass sich Weine aus dem Latium in die erste Liga geschoben haben. Allen voran der Cesanese del Piglio, der seit wenigen Monaten mit dem DOCG-Etikett die höchsten Weihen erreicht hat. Aber auch in den Monti Lepini und in der Küstenebene werden Spitzenweine produziert, die wir natürlich vor Ort probieren werden.
Daneben bietet der Landstrich, neben einer schönen, abwechslungsreichen Landschaft, auch unzählige Kunstschätze. Städte wie Alatri oder Ferentino gehören zu den ältesten Europas. Ihre noch heute erhaltenen Stadtmauern standen schon als Rom noch ein unbedeutendes Hirtendorf war. Anangni war im Mittelalter für lange Zeit Residenz der Päpste. Die Klöster von Montecassino und Fossanova waren die einflußreichsten ihrer Zeit. Adelsfamilien konkurrierten mit ihnen um das Territorium und errichteten Burgen und befestigte Städte.
Ich möchte Sie zu folgender Reise durch die Ciociaria einladen:
Anreise 29. April
Transfer vom Flughafen Rom – Fiumicino nach Amaseno
Amaseno ist ein mittelalterliches Städtchen, das für seinen Büffelmozzarella berühmt ist.
Wir wohnen in einer Pension außerhalb auf einem Olivenbaumgut mit einer herrlichen Terrasse mit Blick auf die Berglandschaft. Bei frühsommerlichem Wetter können wir den Abend bei einem Buffett mit Produkten der Region genießen.
30. April
Bei einem Stadtrundgang lernen wir Amaseno kennen. Allen voran die Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert, berühmt für die Blutreliquie des Heiligen Laurentius. Das Blut verflüssigt sich alljährlich zum 10. August.
Am Nachmittag fahren wir nach Priverno, in der Antike als Privernum eine wichtige Stadt, und zur Zisterzienserabtei Fossanova, einst ein geistiges Zentrum Europas. Zwischen der Via Appia und dem Monte Circeo, einst die Insel der Circe, die Odysseus verzauberte, liegt das Weingut Sant’Andrea, das uns bei einer Weinprobe mit seinen Weinen verzaubern wird.
1. Mai
Das mächtige Montecassino war das erste Kloster der Benediktiner. Nach der Schlacht von Montecassino 1944 wurde es originalgetreu wiederhergestellt. Die Burg von Roccasecca, auf der der große Philosoph des Mittelalters Thomas von Aquin zur Welt kam, ist statt dessen schon seit Jahrhunderten eine malerische Ruine. Im Lirital findet man Ruinen römischer Städte, mittelalterliche Dörfer und die Ziegen, die die Milch für den Marzolina-Käse produzieren. Schließlich erreichen wir Isola Liri, das dank seines Bluesfestivals Partnerstadt von New Orleans wurde und berühmt ist für den Wasserfall mitten in seiner Altstadt.
2. Mai
Heute fahren wir in das Herz der Ciociaria. Ferentino und Alatri waren schon in vorrömischer Zeit wichtige Städte. Ihre 2500 Jahre alte Zyklopenstadtmauer künden noch heute davon. Anagni mit seinem Dom war im Mittelalter lange Zeit Zentrum der Kirche, als hier insgesamt vier Päpste residierten. Erst mit dem historischen Ereignis der „Ohrfeige von Anagni“ endete dies. Es begann das Exil der Päpste in Avignon. Bei Anagni beginnt das Anbaugebiet des Cesanese del Piglio, des jüngsten DOCG-Weins Italiens, den wir bei einer Weinprobe erleben werden.

3. Mai
Wir fahren heute morgen in die Monti Lepini. Norma ist ein Städtchen, das abenteuerlich über einer 200 m steil abfallenden Felswand hängt. Das nahe Sezze ist bekannt für seine Artischocken, die ein Grundpfeiler der Küche Latiums sind. Überall in Cori und Segni finden sich noch Reste der mehr als 2500 jährigen Geschichte der Städte. Außerdem werden wir den Vino di Cori kennenlernen.
Zum Abendessen werden wir ein von Slow Food empfohlenes Restaurant besuchen.
4. Mai
Heute geht es ans Meer. Terracina war schon in römischer Zeit ein beliebter Urlaubsort, wovon zahlreiche antike Ruinen zeugen. Im nahen Sperlonga soll Kaiser Tiberius Orgien in einer Grotte gefeiert haben. Wir werden nicht nur die riesige Burgruine von Itri und das Museum der Briganten (Straßenräuber) besichtigen, sondern uns auch in die Welt des Olivenöl, speziell des Olio Olive Itrana, entführen lassen.
5. Mai
Noch einmal genießen wir den Blick auf die Berge um Amaseno, dann bringt uns der Bus zum Rückflug an den Flughafen Fiumicino.
Preis
1150 € im Doppelzimmer (Slow-Food-Mitglieder 995 €)
100 € Einzelzimmeraufschlag
im Preis enthalten sind
6 Übernachtungen mit Frühstück
Begrüßungsbuffett mit lokalen Produkten
3 mal Abendessen in von Slow Food empfohlenen Lokalen
Weinproben und Olivenölprobe
Transfer zu allen beschriebenen Orten im der Gruppengröße angepassten Bus
Eintritte in die Klöster Fossanova, Montecassino und die Burg in Itri.
Mindestgruppengröße 8 Teilnehmer, maximal 16 Teilnehmer
Der Flug ist nicht im Preis enthalten. Ich empfehle eine Buchung bei Germanwings, das am An- und Abreisetag sehr günstige Flüge anbietet.
Buchung und Auskunft unter:
info@stadtbesichtigungen.de
Telefon in Italien: +39 – 346 – 8533377
