Mein Rom besteht aus den vielen Geschichten, die man in jeder Gasse entdecken kann. Von Päpsten und ihren Mätressen, von bigotten Mönchen, von Künstlern und Baumeistern, von Adeligen und Leuten aus dem Volk. Fast 3000 Jahre haben in Rom überall ihre Spuren hinterlassen. Das ist es was die Geschichte in Rom so lebendig werden lässt. Hier finden Sie aktuelle Artikel zu Rom und seiner Umgebung


Weihnachtshexe Befana

Während in den meisten Regionen nördlich der Alpen die Menschen längst wieder in der Alltagroutine stecken feiern die Römer am 6. Januar den letzten Höhepunkt der Weihnachtsfesttage. Den Feiertag der Ankunft der Heiligen drei Könige, dessen offizieller Name Epiphanias lautet. Auf Italienisch ist der 6. Januar als Ableitung davon nur als Befana bekannt. In Italien treten dabei die Könige etwas in den Hintergrund.

Domus Aurea wieder zu besichtigen

Seit diesem Wochenende kann man wieder die Reste des prächtigen Goldenen Haus von Kaiser Nero in Rom besichtigen.

Als Nero seinen neuen Palast, die Domus Aurea (Goldenes Haus) einweihte, sagte er, dass er nun endlich eine Wohnung habe, die eines Menschen würdig sei. Dabei ist Haus reichlich untertrieben, bedeckte die Palastanlage doch ganze 80 Hektar. Die Domus, mit deren Bau nach dem Großen Brand 64 n.Chr. begonnen wurde, war die gigantischste Anlage, die ein römischer Herrscher bis dahin für sich errichtet hatte. Ein Komplex aus Pavillons, Säulenhallen und Portiken, der einen Park mit einem großen künstlichen See umschloß.

Palazzo Altieri in Rom

Palazzo Altieri - Anna Magnani

Der Palazzo Altieri gehört zu den geschichtsträchtigen Papstpalästen in Rom. In ihm wohnte fast dreißig Jahre, bis zu ihrem Tod, die legendäre Schauspielerin Anna Magnani.

Ein Herz und eine Krone

Roman Holiday

Heute vor 61 Jahren kam ein Film in die Kinos, der vielleicht immer noch der schönste Film ist, der in Rom spielt. Roman Holiday, auf Deutsch ein Herz und eine Krone. Der Film ist eine beschwingte Romanze, zwischen der Prinzessin (Audrey Hepburn) eines nicht genannten Landes, die während eines Staatsbesuchs in Rom aus dem Protokoll ausbüxt und einem amerikanischen Journalisten (Gregory Peck), der in der Begegnung mit ihr die Story seines Lebens widmet.

Opus reticulatum

Eine antike Raststätte

Archäologische Ausgrabungen an der Via Portuense

Ich hatte die Gelegenheit eine Ausgrabung in einem römischen Vorort zu besuchen. An der Via Portuense, unter einer Eisenbahnbrücke, im gleichnamigen Stadtviertel im Südwesten Roms wird schon seit geraumer Zeit ein Komplex ausgegraben, dessen Kern eine Mansio bildete. Eine Mansio ist in etwa mit einer heutigen Autobahnraststätte zu vergleichen. Mansiones gab es spätestens seit der Zeit von Kaiser Augustus an allen römischen Überlandstraßen. Wer schnell unterwegs sein wollte, wechselte alle 10 km die Pferde und fand dafür regelmäßig eine Mutatio mit ca. 40 Tieren. Mansiones boten den Reisenden weitere Bequemlichkeiten.

Strandverkäufer

Alles spricht dafür, dass dieses Jahr eine Rekordzahl von Flüchtlingen übers Mittelmeer kommt. Bisher waren es über 50 000, die in schrottreifen Booten meist die süditalienische Küste erreicht haben. Damit nach einem halben Jahr schon mehr als im ganzen Jahr 2013 (43 000). Ungezählt sind die, die nicht angekommen sind. Die Schicksale blitzten kurz in den Nachrichten auf, wenn es zu einer Tragödie wwie vor Lampedusa kommt. Die Reporter Wolfgang Bauer und Stanislav Krupar von der Zeit haben sich verkleidet in eine Flüchtlingsgruppe geschmuggelt und machten in einer eindrucksvollen Reportage Einzelgeschichten sichtbar, die hinter den nackten Zahlen stehen.

Santa Maria dell'Orto

Santa Maria dell'Orto

Vierzig Stunden Gebet

Zu Ostern steht natürlich der Papst in Rom im Mittelpunkt. Zwischen Palmsonntag und Ostern kann man ihn fast täglich bei verschiedenen Ereignissen erleben. Seit der Papst Franziskus heißt, sind dies alles Massenereignisse. Wer z.B. mit dem Papst den Kreuzweg am Kolosseum am Karfreitag zelebrieren möchte, sollte sich schon drei Stunden vorher einfinden um einen guten Platz zu bekommen. Doch ich kann noch eine atmosphärisch sehr schöne Alternative empfehlen.

Ponte Sisto

Ponte Sisto

Der Ponte Sisto ist die einzige Renaissancebrücke Roms. Er soll im nächsten James-Bond-Film eine Rolle spielen.

Stadtplanung war und ist in Rom immer eine schwierige Angelegenheit. Meist findet sie erst statt, wenn es wieder heißt: „Oh Schreck, demnächst gibt es wieder ein Heiliges Jahr. Wo tun wir nur die ganzen Pilger hin.“ So war das auch, als unter Papst Sixtus IV. das Heilige Jahr 1475 nahte.

Monti Prenestini

Fast eine Wanderung nach Guadagnolo

Endlich mal wieder ein schöner Sonntagsausflug. Der Wetterbericht kündigte fast schon Frühlingswetter an. Für mich Grund genug um das Projekt Wandern in Angriff zu nehmen. Die Monti Prenestini östlich von Rom sind zwar nicht höher als der Schwarzwald, jedoch viel rauher.

Der Vulkan im Januar 2014

Der Vulkan ist weg

Heute Nachmittag habe ich einen kleinen Ausflug nach Fiumicino gemacht. Ich wollte dem kleinen Vulkan, der dort im August entstanden ist einen Besuch abstatten.

Doch ich fand ihn nicht mehr.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Rom

Der Weihnachtsmarkt auf der Piazza Navona

Ich mag die überlaufenen Weihnachtsmärkte nicht besonders und deshalb habe ich um den in Rom auch erst ein mal einen Bogen gemacht. Als ich dann doch auf den Mercato della Befana auf der Piazza Navona gestoßen bin war ich positiv überrascht.

Norma, hoch in den Lepinischen Bergen

Kastanienfest in Norma

Am Wochenende waren wir in Norma bei der Sagra delle Castagne, dem Kastanienfest. Passend zum Herbst, drehte sich bei diesem Dorffest alles um die Kastanien, die in den Lepinischen Bergen gerade reif werden. An den Buden gibt es viel zu Essen aber auch allen möglichen Krimskram. Ein richtig provinzielles Fest für die Einheimischen und nicht für Touristen.

Berninis Elefant

Elefanten in Rom - Berninis Elefant

Hinter dem Pantheon, auf dem Platz vor der Basilika Santa Maria sopra Minerva, steht eines der reizenden Denkmäler Roms, ein kleiner Elefant mit einem Obelisken auf dem RÜcken. Schauen wir uns die Geschichte der Elefanten in Rom an.

Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt, den es in seiner heutigen Form seit den Lateranverträgen von 1929 gibt. In gewisser Weise ist er damit Nachfolger des Kirchenstaats der zu seinem Höhepunkt ganz Mittelitalien umfasste und der 1870 nach der Eroberung durch Garibaldi an das Königreich Italien fiel. Staatsoberhaupt und gleichzeitig Bischof von Rom ist der Papst.

Die Bischofskirche des Papstes und damit die erste Kirche in der Hierarchie der katholischen Kirche ist die Lateransbasilika, keineswegs der Petersdom. Der Petersdom ist trotzdem das wichtigste Pilgerziel, die größte Kirche Roms und eines der größten Gotteshäuser der Welt. weiterlesen

Via Appia Antica

Die Via Appia Antica gilt als das längste Museum der Welt. Auf 18 km, ab der Porta Capena beim Circus Maximus bis nach Frattocchie, ist die älteste römische Konsularstraße, teilweise noch mit ihrem antiken Pflaster, erhalten. Dann vereinigt sie sich mit der Via Appia Nuova um als normale Staatsstraße weitere 560 km bis zum süditalienischen Hafen Brindisi zu führen.

Ab dem Jahr 312 v. Chr. ließ der Konsul Appius Claudius Caecus die Straße Richtung Capua vor Neapel anlegen, die seinen Namen unsterblich machen sollte. Es ging ihm vor allem darum schneller Truppen im Krieg gegen das Volk der Samniten verlegen zu können. Erst als die Straße 120 Jahre später nach Brindisi verlängert wurde, entwickelte sie sich zur wichtigsten Handelsstraße des Römischen Reichs. Noch heute markieren dort zwei Säulen das Ende des Wegs.

Die Via Appia ist noch heute von Gräbern in unterschiedlichster Form gesäumt. Da in der Antike die Bestattung von Toten innerhalb der Städte verboten war, wich man an die Ausfallstraßen aus. Nicht zuletzt mit dem Ziel Reisende durch monumentale Familienmausoleen zu beeindrucken. Die ärmeren Römer wurden in zweiter und dritter Reihe begraben oder schließlich (nicht nur Christen) in unterirdischen Katakomben. Doch gibt es entlang der Straße auch andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Straße und etliche Einzelaspekte.

Erleben Sie die Via Appia Antica bei einer geführten Wanderung. Spüren Sie 2000 Jahre Geschichte in römischer Landschaft.

Die Ewige Stadt

Rom, das ist das Sehnsuchtsziel der Deutschen. Keine andere Stadt war im letzten Jahr das Ziel von sovielen Touristen. Zu Recht. Denn nirgends auf der Welt bekommt man soviel Kunst und Geschichte hautnah geboten. Rom war der Ausgangspunkt, von dem aus Europa immer wieder erfunden wurde.

Das Römische Reich brachte zum ersten Mal Kultur, Lebensstandard und Sicherheit für den ganzen Kontinent. Danach trat das Christentum von Rom aus seinen Siegeszug an. Und als Martin Luther gegen den Papst mobil machte, konterte Rom mit der Erfindung des Barock.

Folgerichtig erlebte die Europäische Union 1957 ihre Geburtsstunde auf dem römischen Kapitol.

Doch Rom ist mehr als Kolosseum und Petersdom, als Forum Romanum und Spanische Treppe. Rom ist auch mediterrane Lebensart, Mode und italienisches Essen.

Mein Rom besteht aus den vielen Geschichten, die man in jeder Gasse entdecken kann. Von Päpsten und ihren Mätressen, von bigotten Mönchen und leichten Mädchen, von Künstlern und Baumeistern, von Adeligen und Leuten aus dem Volk. Fast 3000 Jahre haben sie in Rom überall ihre Spuren hinterlassen. Das ist es was die Geschichte in Rom so lebendig werden lässt.

 

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